Die Christstollen-Krise


Nur schnell ein kleines Anekdötchen nach den Feiertagen – befinde mich noch im Urlaubs-Modus:

Ich bin mal wieder drauf reingefallen. Wäre die Endometriose ein Kind, sie wäre wohl so ein Rotzlöffel, der sich von hinten anschleicht und alte Frauen mit Herzschwäche erschreckt.

Lange hatte sie in ihrem Versteck ausgeharrt – aber ich bin ja selbst Schuld. Ich muss zugeben, ich habe sie aus ihrem Versteck gelockt. Zu meiner Verteidigung: Es war Weihnachten. Und er sah so lecker und verführerisch aus! Und irgendwie hat man da so ganz komische, irrationale Gedanken, so was wie: „Ach komm, es sind ja Ferien! Da kann ich ein Stück essen!“ Als würde die Endo berücksichtigen, dass man Urlaub hat und mal ein Auge zudrücken...

Ich gestehe es: Ich habe ein Stück Christstollen gegessen! So, nu ist es raus. 


Danach bin ich in die Stadt gefahren. Am Anfang war noch alles gut. Aber dann, es ist so, als würde die volle Dröhnung Zucker und Weizen direkt in die Geschwüre geleitet und dort ein kleines Feuer anzünden.

Ich konnte genau spüren, wie weit der eine Herd auf der linken Seite sich mittlerweile ausgebreitet hat. Und da er wie sein Kumpel auf der anderen Seite lustig auf Ischias und Sakralnerv drückt, fing ich an zu humpeln, weil es beim Gehen so wehgetan hat. Nach einer Stunde war das Spiel dann wieder vorbei.

Dass es kein Zufall war, habe ich dann gesehen, als ich mich ein paar Tage später am Frühstücksbuffet im Hotel an den süßen Brötchen mit Nussnougat-Creme bediente. Derselbe Gedanke: „Bin ja hier im Urlaub. Vielleicht ist die Endo ja zuhause geblieben...“– dieselben Schmerzen.

Mein Vorsatz für 2016: Konsequenter sein! 

Hab schon ein bisschen Angst vor den Osterferien...

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