Neu: Endometriose-Selbsthilfegruppe Bonn


Ja, auch ich hatte Vorurteile. Mit Selbsthilfegruppe verbindet man erst mal das, was man nicht gerade verkörpern möchte: Schwäche, es alleine nicht schaffen, sich gegenseitig was vorheulen – das Eingeständnis eines Zusammenbruchs. Man ist so ein bisschen peinlich berührt, möchte gar nicht so mitteilen, dass man in eine Selbsthilfegruppe geht; immer geht es um "anonym". Am Ende muss es jeder für sich entscheiden. Ich stehe dazu, denn: Es tut gut!

Und es hat nichts mit den Klischees zu tun: Es geht um Mut beweisen durch Offenheit, Stärken entdecken und, wer hätte es gedacht, es wird auch viel gelacht! Gerade bei einer Erkrankung wie Endometriose, bei der Fachleute nicht wirklich helfen können, ist man darauf angewiesen, sich im wahrsten Sinne des Wortes selbst zu helfen. Und da es dabei nicht den einen Königsweg gibt, muss man vieles ausprobieren. Dabei ist es sehr hilfreich, wenn man auf Gleichgesinnte trifft, die ebenfalls schon einiges versucht haben, und man sich gegenseitig inspirieren kann.

Mittlerweile denke ich, dass ich schon viel eher hätte gehen sollen. Und nun bin ich froh, dass es hier in Bonn eine neue Endometriose-Selbsthilfegruppe gibt.

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